Die meisten Beschwerden entstehen nicht durch mangelndes Training oder falsche Ausrüstung, sondern durch eine Störung im funktionalen Zusammenspiel der einzelnen Körpersegmente, d.h. daß Schmerzen dort entstehen, so ein Körperteil die Arbeit eines anderen übernehmen muss, weil dieses seine Aufgaben nicht bewältigen kann.
Verstärkt wird diese Dynamik durch die besonderen Anforderungen im Tennis, nämlich den starken Spitzenbelastungen in den Gelenken (z.B. bei schnellen Richtungswechseln) kombiniert mit einer hohen Wiederholungsrate.
Das bedeutet, daß jede Art von Therapie oder Prävention, die diese Dysfunktionen im funktionalen Zusammenspiel nicht genau benennt und gezielt in den Fokus nimmt, von vornherein zum Scheitern verurteilt ist.
Spielern wie Therapeuten fehlt häufig das Verständnis für die funktionalen Zusammanhänge und somit das Verständnis für die grundlegenden Schmerzursachen, mit dem Ergebnis, daß Schmerzen nicht wirklich verschwinden und immer wieder kehren.
Die Spieler fühlen sich gefangen in einem Kreislauf aus Schmerzen, eingeschränkter Leistungsfähigkeit und stagnierenden Ergebnissen.
Sie sind fruststriert, weil sie anfangen zu denken, daß sie ja nicht noch mehr machen können, weil die Zeit jetzt schon knapp ist, mit Famile, Arbeit oder Schule.
Dabei geht es garnicht darum mehr zu machen, wahrscheinlich sogar eher weniger, aber dafür gezielt auf der Basis einer genauen Analyse der Dysfunktionen. Diese macht es möglich, die Schmerzursachen extrem effizient zu bekämpfen und auszuschalten, so daß es schnell zu einer deutlichen Linderung kommt.
Ohne ein gezieltes Programm, das auf die funktionalen Schwachstellen des Spielers abgestimmt ist, hilft weder Kraft-Training noch teure Ausrüstung und das Risiko für Schmerzen und wiederkehrende Verletzungen bleibt hoch.
Somit ist ein systematischer Ansatz, der individuell eine gesunde, funktionale Belastbarkeit schafft die unverzichtbvare Basis für eine langfristig erfolgreiche Schmerzbekämpfung und effektive Verletzungsprävention.